IGS mit Realschule plus Trier startet bei der 13. Fair Play – Tour
Schülerinnen und Schüler treten für guten Zweck in die Pedale
Teilnehmer der IGS und Realschule plus Trier: Bernd Kneer (Sportkoordinator IGS Trier),
Niklas Krämer, Kilian Werdermann, Luca Wartha, Pascal Kirchartz, Alexander
Conrad, Tim Engelhardt (Realschule plus Kell/Zerf).
Vom 18. bis 25. Juni 2011 führt die „13. Fair Play – Tour d’Europe der Großregion“
junge Sportlerinnen und Sportler durchs Land. Mit dabei auch fünf Schülerinnen und
Schüler der/des IGS mit Realschule plus Trier. Ca. 750 Kilometer auf dem Rad liegen
vor den Jugendlichen. Insgesamt steigen mehr als 300 junge Sportlerinnen und
Sportler sowie deren Betreuer für einen guten Zweck in den Sattel. Sie sammeln
Spenden für soziale Projekte im Partnerland Ruanda, mit der länderübergreifenden
Tour wollen sie nun auf ihr Engagement aufmerksam machen. „Wir wollen mit
unserem Engagement den Menschen in Ruanda helfen und unterstützen mit unseren
Spenden die dortigen Projekte“, erklärte Herr Kneer, der als zuständiger Lehrer die
Jugendlichen bei der Tour betreut. Die Schüler der IGS mit Realschule plus Trier
haben bislang ca. 1600 Euro Spenden zusammenbekommen.
(Pressemitteilung Landessportbund Rheinland-Pfalz, 13.11.2011)
Wo Schüler sogar die Pause vergessen
Der Regional-Elternbeirat Trier sieht dringenden Handlungsbedarf, um mehr Schülern aus dem Umland einen Besuch der in Trier zu ermöglichen. Bei einem Besuch der IGS auf dem Wolfsberg brachte man eine "Ausgleichszahlung" der angrenzenden Kreise an die Stadt ins Gespräch.
staunte vor allem darüber, dass die enthusiastischen Schüler im Englisch-Unterricht die Pausenklingel völlig überhörten und von der Lehrerin aufgefordert werden mussten, in die Pause zu gehen. In einer Diskussionsrunde mit Eltern, Lehrern und Schulaufsicht fand die "besondere Motivation und Einsatzbereitschaft der Lehrkräfte" breites Lob.
Als Indiz für den Erfolg der IGS werteten die Elternvertreter, zu denen auch der Vorsitzende des Landeselternbeirats, , gehörte, den Umstand, dass im kommenden Schuljahr alle IGS-Schüler freiwillig in die Ganztagsklassen kommen - ein Novum im Land. Die Freude der Eltern wird aber nachhaltig getrübt durch den Mangel an Plätzen. Mehr als 20 Prozent der Interessenten mussten abgelehnt werden - es traf vorrangig Schüler aus dem Umland. Die als (Kosten-)Träger der Schule hat klar vorgegeben, dass Bewerber aus der Stadt vorrangig behandelt werden sollen.
Die Kreis-Gesamtschulen im Umland liegen aber mit Morbach, Hermeskeil und Salmtal weit ab vom Schuss. Schüler von der Obermosel, der Saar oder aus dem Sauertal haben kaum eine Chance auf einen Gesamtschul-Platz. "Eine Bildungsungerechtigkeit ohnegleichen", schimpfen die Elternvertreter. Sie fordern weitere Gesamtschulen, aber auch eine Verständigung über eine Kostenbeteiligung der Kreise am Gesamtschul-Angebot in Trier.
Gesamtschule will Schach auf dem Stundenplan
(Triericher Volksfreund Von unserem Redaktionsmitglied Sarah-Lena Gombert
Schach als Schulfach? An der Integrierten Gesamtschule auf dem Trierer Wolfsberg könnte der Denksport im kommenden Jahr auf dem Lehrplan stehen. Das wäre eine Premiere in Rheinland-Pfalz.
Logisches Denken. Probleme erkennen, benennen und lösen. Sich in andere Menschen hineinversetzen: Dass man beim Schachspielen eine Menge lernen kann, liegt für Bernd Mallmann, Lehrer an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Trier klar auf der Hand. Der engagierte Pädagoge, der selber in seiner Freizeit viel Schach spielt, hat darum an der IGS sowie an der Realschule plus Arbeitsgemeinschaften rund um den Denksport eingerichtet. Rund 30 Kinder treffen sich wöchentlich, um ihre Könige, Damen, Springer und Läufer gegeneinander antreten zu lassen.
Antrag ist beim Ministerium eingegangen
"Ich kann mir selbst nicht wirklich erklären, warum die Kinder so verrückt nach Schach sind", sagt Mallmann. Doch der Lehrer will mehr aus dem Schachspiel machen - er will es als Wahlpflichtfach in den Lehrplan der IGS aufnehmen. Jeweils ein Wahlpflichtfach, beispielsweise Französisch als zweite Fremdsprache oder eine Naturwissenschaft, müssen die Schüler in den Jahrgängen sieben bis zehn belegen. Mit Klassenarbeiten, berufsbezogenen Modulen und Gesundheitserziehung, wie es auch bei anderen Sportarten üblich ist, soll Schach drei bis fünf Stunden pro Woche unterrichtet werden. Ein entsprechender Antrag ist bereits beim Mainzer Schulministerium eingegangen.
Schach als Schulfach - das wünscht sich Mallmann nicht, um den Spieltrieb der Schüler zu fördern. Die Olewiger Schulschachstudie (siehe Extra) zeige, dass regelmäßiges Schachspielen unter anderem die Konzentration verbessere. "Ich bin davon überzeugt, dass die Kinder auch in anderen Schulfächern profitieren werden."
Mindestens zwei Lehrer sollen Schach unterrichten
"Zurzeit befasst sich unsere Fachabteilung Integrierte Gesamtschule mit dem Antrag von Herrn Mallmann", bestätigt Wolf-Jürgen Karle, Sprecher des Ministeriums. Damit die Spezialisten in Mainz das Schulfach genehmigen, müssen einige Kriterien erfüllt werden. "Es müssen an der Schule mindestens zwei Lehrer zur Verfügung stehen, die das Fach unterrichten können", erklärt Karle. Darüber hinaus müsse der Lehrplan für die kompletten Jahrgangsstufen sieben bis zehn fertig vorliegen. "Außerdem müssen Leistungsnachweise, zum Beispiel Klassenarbeiten oder Klausuren erbracht werden."
Damit die Kinder auch kompetent in Schach unterrichtet werden, möchte Mallmann, dass alle Fachlehrer einen C-Trainerschein für Schach machen. Das bedeutet, dass sie nicht nur die Regeln kennen, sondern auch Spielkompetenz vorweisen müssen.
Eine Entscheidung darüber, ob an der IGS in Zukunft Schach unterrichtet werden kann, erwarten Schulleiter Josef Linden und Bernd Mallmann erst dann, wenn das komplette Paket für den Wahlpflichtbereich des kommenden Schuljahrs feststeht.
Unter den Schülern seiner Schach-AG findet die Idee, den Denksport in den regulären Unterricht aufzunehmen, großen Anklang. Woche für Woche treffen sie sich im Schach-Raum der Schule. "Schach macht unglaublich viel Spaß! Ich habe das schon in der Grundschule gespielt und bin froh, dass das nun auch an der Schule angeboten wird", sagt der 11-jährige Jens Schmitt. Es sei einfach klasse, dass man dabei soviel knobeln müsse. Und sein Klassenkamerad Lukas Baumann ergänzt: "Mit gefällt die Zeit in der Schach-AG sehr gut." Er sei auf das Spiel aufmerksam geworden, weil seine Freunde so begeistert davon erzählt haben. Dann hat ihn selbst die Leidenschaft für das schwarz-weiß karierte Spielbrett gepackt. Ähnlich geht es seinem Freund Lukas Baumann: "Ich habe zuerst gedacht, dass Schach total langweilig ist. Aber das stimmt gar nicht!" Auch Simon Metzler spielt gerne in der Schach-AG: "Ich hab gleich beim ersten Spiel gemerkt, wie gut mir das gefällt."
So sehr er sich auch für sein ehrgeiziges Projekt ins Zeug legt - ein paar Zweifel hat Bernd Mallmann doch: quot;Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, dass Mainz das Fach genehmigen wird." Und selbst wenn aus der Landeshauptstadt grünes Licht kommt: "Ich schätze auch, dass ich noch bei den Eltern Überzeugungsarbeit leisten muss." Er könne sich gut vorstellen, dass viele Wert darauf legen, dass ihre Kinder eher eine zweite Fremdsprache, also Französisch, lernen.Extra Das Zentrum für Psychologische Diagnostik, Begutachtung und Evaluation der Universität Trier hat in den Jahren 2003 bis 2007 an der Grundschule Trier-Olewig die sogenannte Olewiger Schulschachstudie durchgeführt. Vier Jahre lang wurde Schach für eine Stunde pro Woche in den Stundenplan aufgenommen und dafür eine Stunde Mathematik gestrichen. Die Wissenschaftler der Universität Trier stellten im Studienverlauf eine Verbesserung des Wahrnehmungsvermögens sowie der Konzentration bei den Kindern fest, ebenso Intelligenzanstieg und höhere Werte in Leistungsmotivation und Sozialkompetenz. (slg)
Tag der offenen Tür an der Integrierten Gesamtschule
Redaktion Trierischer Volksfreund 02.12.2010
Trier. (red) Triers Integrierte Gesamtschule, die im Sommer ihren Betrieb aufgenommen hat, lädt Eltern von Schülern der jetzigen Klassenstufe vier für Samstag, 4. Dezember, von 8.45 bis 12.15 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Im Gebäudetrakt der Klassenstufe 5 der Schule am Wolfsberg geben verschiedene Veranstaltungen Einblicke in die Arbeit der IGS.
Neben der Präsentation des Schulkonzeptes, der speziellen pädagogische und didaktischen Methoden des Fachunterrichtes gibt es Instrumentalmusik der Bläsergruppe, Gedichtvorträge und Tanzvorführungen.
Die Schwerpunkte des Schulkonzeptes - unter anderem Sport, Schach und Musik - werden vorgestellt. Außerdem gibt es praktische Beispiele, wie in Naturwissenschaften und im Deutschunterricht die Integrationskinder gefördert werden und für die verschiedenen Leistungsstufen der Stoff differenziert gestaltet wird. Im Foyer des Schulgebäudes am Wolfsberg ist zudem eine Cafeteria eingerichtet.
Erfolgreiche Premiere auf dem Wolfsberg
(Rathauszeitung 07.12.2010, S. 5)
Vierter Teil der RaZ-Schulserie: erste IGS in Trier
Gut drei Monate nach dem Start der ersten Integrierten Gesamtschule (IGS) in Trier fällt die Zwischenbilanz positiv aus.
Leiter Josef Linden berichtet von zufriedenen Schülern, Eltern und Lehrern. Die Gratwanderung zwischen der
Schaffung eines Gemeinschaftsgefühls in den Klassen, die bis zum zehnten Schuljahr zusammenbleiben,
und ergänzenden Differenzierungen sei gelungen.
Das mit dem Rathaus umgesetzte Raumkonzept habe sich voll bewährt. Ihr Angebot stellte die IGS zahlreichen
Schülern der vierten Klasse und ihren Eltern am Samstag bei einem Tag der offenen Tür vor.
Die Integrierte Gesamtschule startete im Sommer mit 111 Schülern in vier Klassen. Das Interesse war mit rund 150
nachgefragten Plätzen deutlich größer. Für den nächsten Jahrgang zeichnet sich, so Linden nach dem Besuch
mehrerer Info-Abende in Grundschulen, ebenfalls ein großes Interesse ab.
Diese Einschätzung bestätigte sich am Tag der offenen Tür, als zahlreiche Eltern mit ihren Kindern vorbeischauten,
um Informationen aus erster Hand zu erhalten und mit den Lehrern ins Gespräch zu kommen. Für die Väter und Mütter
ist es sehr wichtig, so Linden, dass kognitives und soziales Lernen eine gleichberechtigte Rolle im Schulalltag spielen.
Förderung und Integration
Im Entwurf des Schulentwicklungskonzepts wird für die IGS vor allem das Zusammenleben und der Unterricht nach dem Prinzip
der Inklusion hervorgehoben. Schüler mit unterschiedlichsten
Voraussetzungen, Begabungen und Fähigkeiten werden
dort innerhalb eines Jahrgangs gefördert.
„Das Leitprinzip, das diesem Rahmen zugrunde liegt, besagt, dass Schulen alle Kinder, unabhängig von
ihren psychischen, intellektuellen, sozialen, emotionalen sprachlichen oder anderen Fähigkeiten aufnehmen soll.
Jede Person wird als wichtige Person der Schulgemeinschaft wertgeschätzt“, heißt es in dem Rahmenkonzept,
über das der Stadtrat am 14. Dezember entscheidet.
Feste Vierer-Tischgruppen
Die IGS auf dem Wolfsberg entstand aus dem Zusammenschluss der Ludwig-Simon-Realschule und der Cusanus-Hauptschule.
Mit welchem Abschluss - Abitur, Fachhochschulreife, Mittlere Reife oder Hauptschulabschluss - die Fünftklässler später
von der IGS abgehen, ist in jedem Einzelfall offen. Jeweils rund ein Drittel der Kinder brachte eine Empfehlung für die Haupt-, die
Realschule oder das Gymnasium mit.
Hinzu kommen die Förderschüler. Alle werden entsprechend dem Leitbild gemeinsam unterrichtet.
Es gibt ergänzend mehrere Lernniveaus je nach den Fähigkeiten und dem Förderbedarf der Schüler.
Eine wichtige Rolle zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls in der Klasse spielen feste Vierer-Tischgruppen.
Neu gestaltete Räume
Das für die Bedürfnisse der IGS maßgeschneiderte Raumkonzept wurde von den zuständigen Ämtern des Rathauses
in der rekordverdächtigen Zeit von knapp fünf Wochen in den Sommerferien umgesetzt. Die Räume im Erdgeschoss
eines Gebäudeflügels wurden neu gestaltet. Das Konzept bietet angrenzend an das klassische Klassenzimmer einen
Zusatzraum für ergänzende Differenzierungs- oder Förderangebote. Außerdem gibt es in dem neuen IGS-Trakt einen
Stützpunktraum für die jeweils als Tandem unterrichtenden Lehrer.
Sie stehen direkt und unkompliziert Schülern und Kollegen als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Umgestaltung
wird im Sommer 2011 für den zweiten IGS-Jahrgang fortgesetzt. Dann wird ein Aufzug eingebaut, damit die Räume im
ersten Stock barrierefrei sind.
Kurze Wege im Schulzentrum
Die IGS profitiert mehrfach von ihrem Standort auf dem Schulcampus am Wolfsberg. Dort sind verschiedene Einrichtungen,
darunter die Sporthalle, fußläufig erreichbar, und es gibt genug Platz, um einen Schülergarten auf dem Außengelände anzulegen.
Bewährte Ganztagsangebote
Die neue IGS ist eine Ganztagsschule in Angebotsform. Schulleiter Linden ist sehr zufrieden, dass dort 94 von 111 Kindern
an diesem Schwerpunkt teilnehmen, weil er eine zentrale Rolle im pädagogischen Konzept spielt. In einer Zeit mit immer mehr
Alleinerziehenden, Patchworkfamilien und voll berufstätigen Vätern und Müttern entspreche die Halbtagsschule
nicht mehr den gesellschaftlichen und sozialpolitischen Bedürfnissen.
Nur mit dem Ganztagskonzept konnte die IGS die bestehenden inhaltlichen Schwerpunkte am Nachmittagausbauen.
Nach dem Mittagessen beginnen diverse AGs und Zusatzangebote.
Ein Beispiel ist die Bläsergruppe. Zudem werden jedes Jahr Schüler ausgewählt, die sich durch besonders gute Leistungen
mit ihrem Instrument und durch soziales Verhalten auszeichnen. Sie bilden als „Registerdozenten“ Mitschüler aus.
Mit dem Landessportbund entstand ein Unterrichtsschwerpunkt für Hand-, Fuß- und Basketball sowie Rudern und Leichtathletik
zur Förderung besonderer Talente.


